Yoga und Kreativität

Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden.
Sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen.

Du bist hier, um das Leben zu genießen und mit dem Leben zu fließen.


Im Spielen ist die Verbundenheit fühlbar. Kinder lernen im Spiel voller Begeisterung in kurzer Zeit viel in den ersten Lebensjahren. Spielen lässt Kreativität entstehen und tiefe Einsichten und Lösungen zeigen sich. 

Kreativität braucht Entspannung. So entdeckte z. B. Issak Newton entspannt in seiner Liege im Garten liegend unterm Apfelbaum die Fallgesetze durch die herab fallenden Früchte. 
 

Entspannung ist die Voraussetzung für die Entstehung der natürlichen Atempause im Yoga, die den Vagusnerv (Meditationsnerv) stimuliert und so den Parasympathikus aktiviert und in die tiefe Ruhe im Geist (Gedankenfreiheit) und in die Verbundenheit mit dem Inneren führt. Meditation entsteht so einfach von Innen heraus. Dem eigenen Atem- und Bewegungsrhythmus im Yoga zu folgen ermöglicht die Entspannung und Kreativität entsteht. 

Die in den meisten anderen Yogarichtungen festgelegten Bewegungsabläufe, die möglichst korrekt nachzuahmen sind, haben die Folge, dass das stress verursachende Leistungsdenken beibehalten wird und die angestrebte "Flow-Erfahrung" auf diese Weise nicht eintreten kann.
 

Seit meiner intensiven Essenzerfahrung in der Meditation im Liegen, in der ich spielerisch den Atem mithilfe von Mudras (Handhaltungen) erforscht habe, unterrichte ich intuitiv aus der inneren Führung heraus. Diese Erfahrungen prägen seitdem meinen eigenen atemorientierten Yogastil, der mit der Kevali Atmung fließt und die Möglichkeit bietet, das die Teilnehmer sich von der Energie bewegen lassen. 

In der Kevaliatmung entstehen ganz natürlich und spontan Atempausen durch Entspannung ohne den Atem willentlich anzuhalten. Diese Atempausen begleiten die gesamte Übungspraxis. Die Bewegungen gehen dabei auch während der Atempausen weiter und ermöglichen so vom Gleichgewicht getragene Bewegungen. Dabei werden nach einiger Zeit in diesen Pausen zeitlose Zustände erlebt und man wundert sich, dass man ohne den Atem anzuhalten solange „atemlos“ war. 

Im Mittelpunkt stehen das Entstehenlassen aus dem Moment heraus und das spielerische und einfühlsame Erforschen im Umgang mit den Bewegungen und Haltungen. Dabei entsteht viel Raum für Kreativität, um sich im eigenen Rhythmus zu bewegen und Leichtigkeit und freies Fließen wird fühlbar. 

„Ich begleite Dich auf der Reise zu Dir selbst, Dich im Inneren neu zu erleben. –
Genießen ist das Tor zum Loslassen.“